Bahntechnik

Europten: MOLMA – Die Mobile Messanlage für Oberleitungen

Die MOLMA dient zum automatisierten Vermessen der Seiten- und Höhenlage von Fahrdrähten einer Oberleitungsanlage.
Die MOLMA kann entweder autark über zwei Autobatterien betrieben werden, oder von einem Schienenfahrzeug elektrisch versorgt und bewegt werden.
Die Bedienung erfolgt über ein mobiles Endgerät (Z.b. Tablet-PC, Notebook oder Handy) welches sich automatisch über WLAN mit der MOLMA verbindet.

Eigenschaften:

  • Sprachen auswählbar. (Derzeit Deutsch, Englisch und Slowakisch)
  • Update Funktion für ein einfaches Nachrüsten von neuen Funktionen und Sonderwünschen.
  • Außen am Steuerungskasten befindet sich ein LCD Display zur Visualisierung des aktuellen Zustandes (z.B. Fehlercode) sowie der aktuellen Seiten- und Höhenlage, bzw. Daten über die gefunden Drähte.
  • Die Deichsel besitzt ein Kugelgelenk und ist in der Höhe und seitlich schwenkbar. Sie kann ohne Werkzeug entfernt werden und ist verlängerbar. Eine Bremsvorrichtung verhindert das Weiterrollen, sollte sich die Deichsel vom Schienenahrzeug lösen.
  • Lösbare Handschiebevorrichtung mit Bremsvorrichtung
  • Handkurbel als Feststellbremse
  • Die Messeinrichtung kann mit sehr geringem Aufwand auch wo anders aufgebaut werden, das Gesamtsystem muss lediglich neu kalibriert werden.
  • Zur Steuerung und Visualisierung kann jedes beliebige WLAN-fähige Gerät benutzt werden. (Tablet PC, Handy, Notebook) Es ist keine Software-Installation notwendig. Die Visualisierung läuft im Browser des Gerätes.
  • Der Laser wird mit Hilfe eines Spiegels um 90° umgelenkt. Um die Lasereinrichtung vor Regen und Schmutz zu schützen, befindet sich die gesamte Lasereinrichtung in einem dichten Gehäuse.
  • Kamera zur einfacheren und schnelleren Positionierung des MOLMAs. Parallel zum Laser „schaut“ eine Videokamera auf die Oberleitung. In das Bild der Kamera wird eine Linie eingeblendet und auf das Tablet übertragen. Dieses Bild erleichtert die Positionierung der MOLMA, wenn eine exakte Position des Messpunktes notwendig ist. (z.B. Mitte der Klemme)
  • Mastvermessung (OPTION) Zusatzmodul für die MOLMA zur Vermessung der Mastabstände und Überhöhung.

ÖBB: Umbau Instandhaltungsfahrzeuge der Baureihe X534

Für die Wartung und Instandhaltung der Oberleitung auf dem Netz der ÖBB Infrastruktur wurden bisher neun Fahrzeuge der Baureihe X534 mit einer neuen Hubarbeitsbühnen ausgestattet. Zwei weitere werden noch umgebaut.

In Zusammenarbeit mit dem ÖBB Technischen Services (Werk Knittelfeld) wurde ein neues Bedienkonzept erarbeitet, welches den hohen Anforderungen der Bahnindustrie gerecht wird.

Die Elektronik und Steuerungshardware wurde nach dem aktuellen Stand der Technik konzeptioniert. Das Herzstück der Anlage übernimmt eine bahntaugliche, sichere Steuerung der Firma Selectron (Sicherheitsanforderungsstufe SIL2 nach EN 50126, EN 50128 und EN 50129)

Der Umbau/Aufbau wurde von ÖBB Technischen Services (Werk Knittelfeld) durchgeführt.
Die Inbetriebnahme erfolgt(e) durch Electric Engineering.

Auftragsumfang:

– Programmerstellung
– Visualisierung
– Elektrische Planung
– Prototypenbau des Schaltschranks
– Unterstützung der Installation (Prototyp)
– Inbetriebnahme der einzelnen Fahrzeuge


ÖBB: Tunnelrettungszug

Die Züge bestehen aus Feuerwehr- und Rettungseinheit. Sie fahren im Verbund an die Schadensstelle im Tunnel. Hier verbleibt die Feuerwehreinheit vor Ort, während die Rettungseinheit im Pendelverkehr Personen aus dem Tunnel bringt.

Die Tunnelrettungszüge sind an die Standorte Böckstein, Mallnitz-Obervellach und Spittal-Millstättersee verteilt.

Zur Steuerung wurden Komponenten der Firma Selectron eingesetzt

Das Steuerungssystem Selectron MAS wurde als Steuerungskomponente sowie als Leitsystem  inklusive Zugbus (CAN-Powerline BUS) und Fahrzeugbus (CAN-Open BUS ) eingesetzt.
Betriebsbremse, Fahrgeschwindigkeit, Energieversorgung, Beleuchtung, Heizung, Klima, usw. sind in einem Leittechniksystem integriert.


ÖBB: Gegengleissperre

Um ein Eindringen der Hubarbeitsbühne in das Nachbargleis zu verhindern, wurde eine Schwenkbegrenzung bei den Fahrzeugreihen X521 und X552 realisiert.

Die Umsetzung erfolgte bei beiden Baureihen über eine sichere Steuerung der Firma PILZ.

Der mittels Betreibsart-Wahlschalter ausgewählte Schwenkbereich wird mit induktiven Sicherheitssensoren überwacht.
Über das Bedienpult gibt man die Schwenkrichtung vor. Signalisiert ein Sicherheitssensor das Verlassen des eingestellten Schwenkbereichs wird dieser die Bewegung stoppen.


ÖBB: Berührende Fahrdrahtmessanlage (FDMA)

Für die Überwachung der Qualität von bestehenden Oberleitungen, sowie für die Abnahme neuer Oberleitungen sind die statischen und dynamischen Kennwerte entsprechend den europäischen Normen zu überprüfen.
Die Fahrdrahtmessanlage ist auf einem Motorturmwagen montiert und kann die Fahrdrahthöhen- und –Seitenlage (Zickzackverlauf) sowohl in der Ruhelage, als auch unter der Einwirkung einstellbarer Kontaktkräfte exakt messen und dokumentieren.

Das Messsystem hat die technische Freigabe (Zulassung) der FD-Höhenlage sowie FD Seitenlagenmessung auf dem Netz der ÖBB Infrastruktur.


ÖBB: Aufwuchsbekämpfungszug

Die Anlage dient zur vollautomatischen Spritzbrühen Aufbereitung und zur Ausbringung der Spritzbrühe über steuerbare Spritzbalken im Aufwuchsbekämpfungszug.